Ab 1. Januar 2027 gilt für den Verkehrskundeunterricht VKU neues Recht. Der Kurs findet neu vor der Theorieprüfung statt und behandelt Fahrerassistenzsysteme. Er bleibt Präsenzunterricht.
Der neue Verkehrskundeunterricht VKU ab 1. Januar 2027 beruht auf einem Entscheid des Bundesrats vom 19. Dezember 2025. Zugleich hat das ASTRA die neue Verordnung über den Kurs über Verkehrskunde (VKUV) erlassen.
Die VKUV ersetzt die bisherigen Weisungen des ASTRA. Damit sind die Vorgaben erstmals rechtsverbindlich und schweizweit einheitlich geregelt. Für Fahrschulen, Lernende und Kantone ändern sich Zeitpunkt, Inhalte, Kursorganisation und Lehrmittel.
Neu besuchen Lernende den VKU vor der Basistheorieprüfung. Der Kursnachweis ist bereits bei der Anmeldung zur Prüfung vorzulegen. Die Pflicht gilt für die Kategorien A, A1, B und B1.
Für den Kursbesuch müssen die Teilnehmenden den FABER-PIN vorweisen können. Der Besitz des Lernfahrausweises ist nur für altrechtliche Teilnehmende zwingend. Für Nothilfekurs, Sehtest und VKU gilt keine feste Reihenfolge.
Der Kurs kann frühestens sechs Monate vor Erreichen des Mindestalters besucht werden. So wenden Lernende das Wissen schon in den ersten Fahrstunden an. Zudem lernen sie Fahrmotive und Risiken kennen, bevor sie Routine aufbauen.
Ab 1. Januar 2027 umfasst die Basistheorieprüfung 55 statt 50 Fragen. Das gilt für alle Prüfungen ab diesem Datum. Neu fliessen Inhalte des VKU ein, insbesondere zu Fahrerassistenzsystemen. Das ASTRA hält fest, die zusätzlich geprüften Aspekte würden vorher im VKU vermittelt.
Neu behandelt der Kurs den sicheren Umgang mit Fahrerassistenz- und Automatisierungssystemen. Im Zentrum stehen Nutzen, Grenzen und Risiken dieser Systeme. Besonders wichtig ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Das Thema zieht sich durch alle vier Blöcke.
Lernende sollen verstehen, wann ein System eingreift und wann nicht. Ebenso lernen sie, wann sie selbst wieder übernehmen müssen. Weiterhin behandelt der Kurs Gefahrenwahrnehmung, Fahrfähigkeit, Ablenkung sowie umweltschonendes Fahren.
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